Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel richtet sich an diejenigen, die für den professionellen, kommerziellen Markt arbeiten oder arbeiten wollen und Publikationen anstreben. Im Hobbybereich kann man natürlich machen was man will. 

Das wichtigste bei einem Fashion- oder Beautyshooting ist ausnahmslos das Team!

Von diesem Team ist das Model die wichtigste Person überhaupt, denn sie ist der Inhalt des Bildes.

Das ist eine Sache, die von angehenden Fotografen gerne falsch gemacht wird. Bis das in Fleisch und Blut übergeht, vergeht mitunter viel Zeit und die Fotografen finden sehr viele Ausreden für ihre Models.

Fashion oder Beauty Model:

Hübsche Mädchen sind unbrauchbare Models. Ja, das ist die Wahrheit.
Das hier bekommst du, wenn du in Google nach “beautiful girl” suchst (keine Sorge, ich habe nach freie nutzbaren Dateien gesucht):

 

Dir werden ein paar Sachen auffallen, die alle (oder die meisten) Mädchen hier gemeinsam haben: Sehr runde Gesichter, keine stark sichtbaren Knochenstrukturen, ein sanfter Blick (und möglicherweise auch wenig Variation in Pose und Mimik) – DAS sind hübsche Mädchen.

Models sind keine hübschen Mädchen, sie sind sehr spezielle Kreaturen und machen nur 0,02% unserer Bevölkerung aus. Du brauchst für ein Fashion- oder Beautyshooting ein Model – kein hübsches Mädchen.

Wir bemühen noch einmal Google uns suchen nach “beauty editorial” -Siehst du den Unterschied? Tiefe Knochenstrukturen, außergewöhnliche Gesichtsform, einzigartiger Ausdruck und Pose, unverwechselbare Charakteristik.

 

Wenn du kein Model hast, fotografiere etwas anderes – mache eine Portraitserie oder eine stylische Lifestyle-Serie, Glamour oder konzeptionelle Fine Art Fotografie. Dafür kannst du normale Menschen buchen.
Wenn du versuchst mit normalen Menschen – so wunderschön sie auch sein mögen – Fashion- oder Beautybilder zu machen, wirst du scheitern und Photoshop wird dir dann auch nichts mehr nützen.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Du kannst keine Fashion- oder Beautyaufnahmen ohne ein wirkliches Model oder jemandem mit den Modeleigenschaften machen.

Wenn du ein Model nicht bezahlen kannst, weil du vielleicht gerade erst anfängst oder ein aus eigener Tasche bezahltes Shooting für eine Einreichung für ein Magazin oder auch für dein Portfolio organisierst, wende dich an eine Modelagentur. Hier gibt es normalerweise eine Kategorie “Newcomer”, “New Faces” oder “Development”-Models, die Bilder und Erfahrung brauchen. Diese New Faces kann man manchmal gegen Bildmaterial “ausleihen”.

Wie fragt man Modelagenturen an?

Die Antwort ist einfach: Mit einem geschmackvollem Portfolio, einer Idee und einem Team.

Portfolio:

Du kannst natürlich nicht einfach zu einer Agentur gehen ohne etwas zu zeigen. Die Agentur will überzeugt werden, dass du professionelle Aufnahmen von Models erstellen kannst, Lichtsetzung beherrschst und Geschmack hast.

Eine Liste an Dingen, die dich automatisch disqualifizieren (an dieser Stelle bitte ich schon mal um Verzeihung):

  • stereotypische Glamour-Bilder (Brüste&Hinterteile) in deinem Portfolio
  • Darkart, deviant-art style Bilder mit viel Bildmanipulation oder düstere Räume mit Spinnen oder Vampiren
  • Hochzeitsbilder im Portfolio (Fashion- und Hochzeitsfotos funktionieren nur sehr sehr selten zusammen und du hältst das besser strikt separat)
  • Beatuy-oder Fashionaufnahmen mit Nicht-Models (aka hübschen Mädels)
  • übermäßig oder schlecht bearbeitete Bilder

Dinge, die dir helfen können:

  • Da du noch keine Models hast, fotografiere gute Portraits von Jungs und Mädels.
  • Bringe Lifestyle-Bilder in dein Portfolio
  • Du schickst nur EIN BILD – richtig gut gemacht mit einem Mädchen das wie ein Model aussieht (alles andere sollte perfekt sein, also Styling, Idee, Makeup) – so muss die Agentur nicht den restlichen “naja-geht-so”-Kram in deinem Portfolio sehen

Die Idee:

Du kannst nicht bei einer Agentur anrufen und sagen: “Ich würde gerne irgendeine Beauty-Sache fotografieren und brauche ein Model dafür”, du musst schon etwas organisierter ran gehen um als seriös wahrgenommen zu werden. Du brauchst eine Idee und kannst diese mit einem Moodboard und Text erklären.

Das Team:

Du kannst natürlich nach einem Model nur für einen Lichttest fragen, aber die Agentur wird dir viel leichter ein Model leihen, wenn sie wissen, dass da ein Team hinter dir steht. Die Wahrscheinlichkeit, Bilder zu bekommen die das Model und die Agentur nutzen können, ist dann viel höher.

Styling:

Wenn du Fashion shooten willst, dann brauchst du… nunja … Fashion.
Du brauchst Kleidung und Accessoires und natürlich jemanden, der sich damit auskennt – einen Stylisten.
Billige Stoffe und schlechtes Styling wird deine Bilder auch billig und schlecht aussehen lassen.

Also fang an Verbindungen aufzubauen mit jedem neuen Designer da draussen und biete an deren Kollektion zu shooten, am besten zusammen mit den Accessoires eines anderen Designers und den Schuhen von einem dritten Designer… Biete das alles für umsonst an und du wirst die Möglichkeit haben mit den Sachen ein Bild oder eine Serie für ein Editorial zu shooten.
Fashion Stylisten sind wirklich hart zu finden, aber die sind wirklich wichtig um die Outfits ordentlich zu kombinieren.
Wenn du keinen Stylisten finden kannst, sind Schneider oder Hersteller von Kleidern eine gute Adresse – normalerweise sind sie gewillt ihre Sachen kostenlos fotografieren zu lassen, speziell wenn du eine Einreichung für ein Magazin im Sinn hast.

Makeup:

Das ist besonders wichtig für Beauty-Arbeiten. Was du brauchst, ist ein professioneller MUA (Make-Up-Artist) mit Verständnis für Foto-Makeup, Wissen um Farbpaletten und Schemata wie auch Lichtsetzung.

Haare:

 

Ein Perfektionist mit dem gleichen Kontrollfetisch wie ich ihn habe 🙂

 

Und zu guter letzt natürlich: einem Retoucher:
Wenn du die Retusche nicht selbst machen kannst oder nicht die Zeit dazu hast, brauchst du einen Retoucher. Die meisten angehenden Fotografen denken das wäre eine Tätigkeit, die sie selbst übernehmen müssen. Der Retoucher ist aber ein wichtiger Teil des Teams! Das Makeup machst du ja auch nicht selbst und die Klamotten wirst du auch nicht entwerfen – wie kommst du also auf die Idee du solltest die Retusche selbst machen?

Retusche und Fotografie sind zwei komplett unterschiedliche Dinge und es benötigt – für jedes der beiden – eine Menge Zeit das zu beherrschen.
Ich rate aufstrebenden Fotografen immer die Retusche weiter zu geben und ZUERST das Portfolio aufzubauen, denn das wird dir helfen ein besseres Team zu bilden!

 

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