Als wir anfingen mit Models zu arbeiten, war das Briefing immer recht oberflächlich. Da hieß es dann mal gerne: “Wir würden gerne ein paar Beauty-Bilder mit dir machen”.

Das ist natürlich nicht besonders effektiv und keiner weiss so recht, was dann wirklich passiert.
Natürlich könnte man jetzt sagen: Ja, aber dadurch lasse ich mir ja alles offen und kann mich durch das Shooting leiten lassen. Maximale kreative Freiheit.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine ordentliche Vorbereitung vieles nicht nur erleichtert, sondern auch beschleunigt:

  • Das Model kann sich vorbereiten auf Outfit, Posing und Makeup
  • Wenn ein Makeup-Artist am Set ist, kann man besser kommunizieren
  • Beim Aufbau weiss man genau, was als nächstes kommt und spart sich Zeit
  • Man bekommt einfach mehr geschafft an einem Tag

Weil wir ja immer gerne Beispiele zeigen und speziell danach gefragt wurden, hier der komplette Ablauf und die Gedanken hinter einem der letzen Shootings:

Die Idee

Als erstes haben wir uns überlegt, was wir eigentlich machen wollen – und noch viel wichtiger: Warum wir eigentlich ein Modelshooting machen wollen.

Wir machen immer Beauty-aufnahmen. Das liegt uns und da können wir kleine Feinheiten in der Lichtsetzung perfektionieren und auch mal was neues ausprobieren. Außerdem haben wir so immer “Material” für unsere Artikel und Tutorials, können weiter üben und Feinheiten zeigen. Nicht zuletzt sind wir hier sehr gut eingespielt und können so dem Model einen sanften Einstieg in den Shooting-Tag geben.

In der Planung setzen wir auf Set.a.Light 3D, damit werden dann einfache Renderings erstellt. So kann sich das Model etwas vorstellen – auf abstrakte Art und Weise, ohne sich unterbewußt mit dem Model auf dem Mood-Bild zu vergleichen (das machen Models nämlich gerne).

Set 1) Beauty

Wir haben unserem Model also ein einfaches Rendering erstellt und zugeschickt. Was dann daraus wurde, seht Ihr unten. Ja, wir lassen uns auch hier immer etwas Freiheit, klar.

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Rendering mit set.a.light 3D
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Shooting-Ergebnis

Set 2) Ganzkörper

Mit einem ähnlichen Lichtsetup wird dann weiter gearbeitet, es gibt eigentlich keine Umbauzeit. Lediglich wird von 85mm auf 50mm geschwenkt und wir machen ein paar Ganzkörper-Aufnahmen. Hier war die Idee, Promomaterial für unser Venedig-Paket zu erstellen.

Hier wieder das Rendering und dann das eigentliche Bild:

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Rendering mit Set.a.alight 3D
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Shooting-Ergebnis

Set 3) High-Key

Jetzt findet ein kleiner Umbau statt und auch ein Umstyling. Wir wollten Material sammeln für unseren Artikel über High Key und Low Key. Weil wir gerade auf “weiss” sind, machen wir natürlich zuerst High Key. Inzwischen haben wir auch schon lange genug mit dem Model gearbeitet und man kennt sich. Die Arbeit wurde immer entspannter – was bei den Dessous-Aufnahmen durchaus nicht unwichtig ist.

Was wir dem Model geschickt haben und was dann daraus wurde:

Rendering mit Set.a.light 3D
Rendering mit Set.a.light 3D
Shooting-Ergebnis
Shooting-Ergebnis

Set 4) Low Key

Jetzt gab es wieder einen etwas größeren Umbau. Alles Licht wurde abgebaut und nur ein Striplight kommt zum Einsatz. Die Hohlkehle wird kurzerhand auf schwarz gefärbt (wir haben hier einen schwarzen Molton, der einfach nach eingehängt und hochgezogen wird).

Rendering mit set.a.light 3D
Rendering mit set.a.light 3D
Shooting-Ergebnis
Shooting-Ergebnis

Set 5) Experimentelles

Im Anschluss bzw als Abschluss gibt es bei uns immer einen experimentellen Part. Hier probieren wir komplett neues aus und haben nicht den Anspruch, dass dieses Shooting dann auch wirklich zu einem Ergebnis führt. Manchmal sieht es einfach nicht gut aus oder es tauchen technische Probleme auf und man hat einfach nur etwas gelernt. Deshalb “experimentell”. Man weiss nicht ob das Experiment glückt.

Manchmal reicht auch einfach die Zeit nicht aus, um die letzte Idee noch umzusetzen und dann ist es nicht schlimm, wenn dieser Teil wegfällt. Naja – zumindest nicht so schlimm wie einer der anderen Teile.

Hier war die Idee: Wir beleuchten mit hartem, farbigen Licht und legen das Model in Bodennebel. Whoohoo. Da kann einiges schief gehen und man hat nur wenig Zeit. Wenn der gekühlte Nebel wieder warm wird, verteilt er sich im kompletten Studio und dann ist das Shooting rum. Man hat als effektiv etwa 5 Minuten dafür Zeit.

Rendering mit Set.a.Light 3D
Rendering mit Set.a.Light 3D
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Shooting-Ergebnis

Fazit

Dieses Shooting hat gerade mal 4 1/2h gedauert und wir haben 5 komplette Set’s geschafft. Wir wussten immer, was als nächstes kommt und so konnte ein nicht eingespieltes Team dennoch sehr effizient arbeiten. Die Vorbereitung war natürlich auch sehr angenehm, jeder hat die Renderings im Vorfeld bekommen und so konnte Garderobe und Makeup perfekt angepasst werden. Beim Aufbau wussten wir schon, was wir brauchen und konnten Blitzköpfe und Lichtformer weitgehend vorbereiten.

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Ein Kommentar zu “Planung bei Model-Shootings

  1. Christian sagt:

    Ich finde eure Beiträge inhaltlich sehr fundiert, gut ausgesucht, und prima strukturiert – ich möchte an dieser Stelle einfach mal das ganze Team loben. Christian

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