#02 Farbiger Hintergrundverlauf

Für dieses Bild wurde der Hintergrund eingefärbt – mit Licht. Was banal klingt, hat durchaus seine Tücken. Dazu im Artikel mehr. Als Hintergrundfarbe wurde Cyan gewählt, denn das komplementiert sich schön mit den blonden Haaren und der vielen Haut im Bild. Die Kleidung wurde deshalb “neutral” gewählt, also graue Jacke und schwarze Unterwäsche.

Nikon D800, 85mm f1.8 @9, ISO 100, 1/200s

Benutztes Equipment

  • Weisser Hintergrund
  • 1x Standard Reflektor mit Grid an 500Ws Monoblock
  • 1x Standard Reflektor an 500Ws Monoblock
  • 1x Oktabox 90cm mit Netzwabe und Deckenhalterung (Galgen würde auch gehen) an 1000Ws Monoblock
  • 1x Farbfolie Cyan (Lee #118 Light Blue)

Das Setup

Das Hauptlicht in diesem Bild ist eine 90cm Oktabox, die leicht vor dem Model an der Decke befestigt wurde. Die Technik nennt sich Feathering. Was hier passiert ist folgendes: Der Lichtabfall über die Entfernung der Lichtquelle über die Größe des Models wird durch die Positionierung kompensiert – denn jede Softbox ist in der Mitte etwas heller als am Rand. So wird oben (nah an der Softbox) der lichtschwächere Rand genutzt, während für die Beine (sehr weit von der Softbox entfernt) die Mitte der Softbox mit mehr Lichtoutput verwendet wird.

Das Ergebnis sind definierte Schatten und gleichmäßige Ausleuchtung, die nicht nach Strassenlaterne aussieht.

Um die Schatten noch etwas aufzuhellen, wurde ein Standardreflektor eingesetzt, der vor dem Model auf den Boden leuchtet. Die reflektierende Fläche ist hier sehr groß, das gibt schöne Catchlights in den Augen.

Der weisse Hintergrund ist relativ weit entfernt, er bekommt etwas Licht ab und ist fast gleichmäßig grau. Ein Standard-Reflektor mit Grid (Wabe) und Farbfolie erzeugt einen schönen, runden Verlauf im Hintergrund.

Die einzelnen Lichtquellen

Hauptlicht

Die Oktabox über dem Model ist unser Haupt-Licht. Je größer der Abstand zum Hintergrund, desto dunkler wird dieser. Je dunkler der Hintergrund, desto mehr Sättigung wird im Hintergrundverlauf erreicht.

Aufhellung

Der auf den Boden gerichtete Reflektor hellt die Schatten im Model auf. Das Licht sollte nicht als solches sichtbar sein, also muss man hier sehr vorsichtig sein mit der Leistung.

Hintergrund

Der Hintergrundverlauf wird durch einen Standard-Reflektor mit Wabe erzeugt. Hier bestimmt der Abstand den Durchmesser des Kreises. Achte unbedingt darauf, dass die Lichtquelle nicht vor dem Model steht – sonst gibt das unschöne Einstreuungen.

Feathering

Diese Technik ist genial, denn das Licht ist einfach und sehr gleichmäßig, ohne dabei die Schatten zu verwaschen. Ich mag das Licht sehr. Dennoch muss man etwas aufpassen und das Model zentimetergenau anweisen.

Model zu weit hinten

Ist das Model zu weit hinten positioniert, wird zu wenig Licht auf ihr Gesicht fallen. Man kann das sehr leicht aus der Kameraperspektive sehen.

Richtige Position

Ist das Model richtig platziert, fällt etwas Licht auf die Haare, das Gesicht bekommt Licht ab, die Augenhöhlen sind ausgeleuchtet und auch der Körper bekommt eine fast gleichmäßige Helligkeit.

Model zu weit vorn

Kommt das Model zu weit in Richtung Mitte der Softbox, werden die Haare sehr Hell die Augenhöhlen verschwinden in der Dunkelheit und die Schatten werden sehr dunkel.

Download

Für die Bilder im Artikel haben wir die Lichtsimulation “Set.A.Light 3D” verwendet. Du kannst dir das Lichtsetup herunterladen und alles selbst ausprobieren.

Falls du noch nie mit Set.a.Light gearbeitet hast, solltest du das schnellstens nachholen!

Es gibt auf der Webseite auch eine kostenlose Demoversion, mit der du unser Set natürlich öffnen kannst.

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