#06: Der Beauty Shot

Okay, das hier sieht ganz einfach aus – ist aber ein bisschen komplexer als man denkt. Bei Arbeiten, die für aufwändige Retuschen gedacht sind, muss man besonders auf eine definierte, aber eigentlich relativ flache Ausleuchtung achten.

Nikon D800, 85mm f1.8 @f9, ISO 100, 1/200s

Das Setup

Ein Beauty-Set ist manchmal sehr einfach, aber manchmal ähnelt es auch eher der Produkt-fotografie. Das hier ist eines der Bilder aus der zweiten Kategorie.

Das Hauptlicht bildet ein Beautydish, der durch ein Striplight für die Haare ergänzt wurde. Im Hintegrund ein sehr sanfter Verlauf mit einem Normalreflektor und zum aufhellen der Schatten kam dann noch ein großer Parabolschirm dazu.

Die Auswahl der Lichtformer ist hier nicht wirklich entscheidet, es geht eher darum, klare und saubere Licht-Schatten-Übergänge zu erzeugen und keine allzu tiefen Schatten in ‘s Bild zu bekommen.

Wir wollen überall noch Zeichung haben – in den Highlights wie in den Schatten.

Verwendetes Equipment

  • Beautydish weiss mit Diffuser an 1000Ws Monoblock
  • Striplight an 1000Ws Monoblock
  • Normalreflektor an 500Ws Monoblock
  • 200cm Parabolschirm an 1000Ws Monoblock

Die einzelnen Lichtquellen

Das Hauptlicht

Als Hauptlicht wurde hier ein Beautydish gewählt, da er zwar ein relativ weiches Licht gibt, aber die Schatten nicht weichspült. Besonders wird auf den Nasenschatten geachtet, dieser soll zum einen nicht über die Nasolabialfalte ragen, zum anderen nicht nach oben oder über die Unterlippe gehen.

Das Haarlicht

Das Haarlicht setzt da an, wo der Beauty-Dish aufhört. Die Haare bekommen einen neuen Glanz und in Kombination mit dem Beautydish entsteht an der Wange ein schmaler Schattenstreifen. Ist der Streifen nicht zu sehen, steht das Haarlicht zu weit in Richtung Kamera. 

Der Hintergrund

Der Liebling – ein ganz leichter Verlauf in Komplimentärfarbe zur Haut. Hier wurde die Färbung in der Nachbearbeitung realisiert, das kann man aber natürlich auch mit einer Farbfolie direkt in der Kamera machen.

Die Aufhellung

Wenn die Schatten zu dunkel werden – z.B. unter dem Kinn und an der Wange – wird noch ein großer, unaufdringlicher Aufheller verwendet. Der Parabolschirm ist gerade so dezent eingesetzt, dass er nicht als neue Lichtquelle erkennbar ist.

Download

Für die Bilder im Artikel haben wir die Lichtsimulation “Set.A.Light 3D” verwendet. Du kannst dir das Lichtsetup herunterladen und alles selbst ausprobieren.

Falls du noch nie mit Set.a.Light gearbeitet hast, solltest du das schnellstens nachholen!

Es gibt auf der Webseite auch eine kostenlose Demoversion, mit der du unser Set natürlich öffnen kannst.

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