Wir sind ja eigentlich mit unserem Internetanbieter sehr zufrieden – aber manchmal ist einfach der Wurm drin und so waren wir für einige Tage abgeschnitten von der Außenwelt. Was macht man da? Klar, man bastelt etwas – diesmal sollte es eine rostige Wand werden:

 

Warum?

Wer uns ein bisschen kennt weiss, dass sich hier die handgemalten Hintergründe tummeln und wir große Fans davon sind. Sie geben den Bildern gleich eine ganz andere Tiefe und füllen auch leere Flächen im Bild gut aus – das schafft Spannung. Außerdem kann man natürlich sehr gut neue Farbwelten schaffen und zum Beispiel ein rothaariges Model vor eine grüne Wand stellen – sieht großartig aus!

Dennoch ist so ein Hintergrund eben nur eine Fläche und wenn man ganz genau hinsieht, ist es eben Leinwand – man sieht also die Struktur. Bei einem Schrottplatz-Spaziergang (machen wir manchmal) fiel uns eine riesige Stahlwand auf – partiell Verrostet und etwa 300 Kilo schwer… Toll aber etwas – naja – unpraktisch. Irgendwann stolperten wir dann über eine Farbe, die aus drei Komponenten besteht: Einer metallhaltigen dicken Brühe und einem blauen “Activator”, der das Metall in der Brühe rosten lässt. Klingt toll, ist toll – aber jetzt mal Schritt für Schritt.

Die Wand

Unser erster Weg führte uns in den Baumarkt und da fanden wir fertige Holzplatten mit 120x60cm. Ein sehr schönes Maß, davon haben wir 12 Stück gekauft – die waren nicht so wahnsinnig teuer. Dazu gesellten sich noch ein paar Dachlatten (die guten, gehobelten) und eine Menge Schrauben.

Das ganze wurde dann zu drei Teilen zusammen gesetzt, die in unterschiedlichen Konfigurationen zusammengeschraubt werden können:

Von hinten kann man die Sache auch ansehen – sieht bisschen aus wie eine Filmkulisse:

Struktur

Die einzelnen Platten werden an den Schnittkanten die Farbe unterschiedlich annehmen (deshalb wollten wir auch keine durchgehende Platte), dennoch wollten wir natürlich noch mehr Struktur.
Wenn Rost eine Metallplatte zerfrisst, gibt es Erhebungen und Vertiefungen und eben eine rauhe Oberfläche. Ein grober Schwamm, etwas Allzweck-Haft-spachtel in Verbindung mit einer hochtechnischen Tupftechnik hat sich als hilfreich erweisen:

 

Next: Strukturen auftragen.

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Das sieht dann so aus:

Grundierung

Wenn man nicht genau weiss, wie sich Farbe verhält – und das ist besonders auf holz und saugfähiger Spachtel der Fall, sollte man grundieren. Unsere Wahl fiel auf “Schöner Wohnen: edles Granit”, denn wir sind Ästheten und das grau sah nett aus.

Metallfarbe

Nun kommen hier 3 Schichten Metallfarbe drauf. Die ist auch grau, wir haben also nicht so genau gesehen wo wir schon gemalt haben… aber da die Wand ja “messy” sein sollte, ging es hier nicht so genau. Sah schon nach dem Auftrag der Farbe echt cool aus. Nach jedem Arbeitsschritt darf die Farbe übrigens 12 Stunden trocken… Glücklicherweise sind Internetanbieter in den Supportsachen auch nicht so schnell, wir hatten also viel Zeit:

 

Working for RAWexchange. Tough job…

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Die Aktivierung

Nun kommt die magisch blaue Sprühfarbe, die einen ganz ganz komischen Geschmack im Mund macht. Nach und nach fängt die Wand an wirklich zu rosten. Wir haben so alle 30 Minuten an wichtigen Stellen nochmal nachgesprüht (ein Zeitraffer über die ersten 6 Stunden):

Nieten

Im vorletzen Schritt kommen noch Nieten dran – das verhilft der Wand noch mehr zu dem schweren, metallischen Eindruck. Im Grunde sind das einfache 20mm Holz-Halbkugeln aus der Bastelabteilung des Baumarkts und etwas Heisskleber.

2 Stunden und 13 Brandblasen später sieht das dann so aus:

Ein paar Nieten haben wir weg gelassen und statt dessen Löcher gebohrt und mit dem Teppichmesser massakriert. Eben so als wäre die Niete an der Stelle heraus gebrochen.

Jetzt mussten wir nur noch die Nieten anrosten – viel hilft viel – also nochmal Metallbrühe drauf, warten, Brühe, warten, aktivieren und jetzt steht sie da – die 3,6m x2,4m Wand mit etwa 25 Kilo Gesamtgewicht und garantiert faltenfrei.

Kosten

Wie immer denkt man sich: “Ach ja, hier ein bisschen Holz und die Farbe kostet ja auch nicht viel…” und dann wird es doch teurer. Also hier die Baukosten und eine Material-Liste:

8x 3m Dachlatten 34x34mm
12x Holzbrett 120x60cm mit 4mm Dicke (nennt sich Holzpappe – ist aber Holz, nicht Pappe…)
endlos viele M8-Schrauben mit Flügelmuttern und einige Spax um die Bretter an die Latten zu nageln/Schrauben/wie auch immer man dazu sagt

2x Eimerchen Schöner Wohnen “edler Granit” á 1l
3x 2.5kg Rust Primer von TV-Farben (der Code “RAW17” gibt übrigens kurzzeitig 15% Rabatt auf die Rostpalette! – einfach HIER aussuchen und den Code im Warenkorb angeben – danke liebes TV-Farben-Team!)
2x 1l Rusting Agent von TV-Farben (Da gibt es auch allerlei Sets – sogar mit Nieten, das haben wir zu spät gesehen)

240 20mm Holz-Halbkugeln über Ebay

Insgesamt kam der Spaß auf etwa 12 Arbeitsstunden und 450€ Materialkosten.

Und wer will, kann sich das jetzt natürlich auch bei uns im Shop kaufen ):

Das hier passt gut zu dem, was du gerade gelesen hast:

Texturen

Nature Overlays

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405 Overlays
Vor rein weißem/schwarzem Hintergrund
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Blüten, Stöcke, Früchte & Steine

Hintergründe

Rostige Wand

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82 Hintergrund-Texturen einer rostigen Wand
verschiedene Perspektiven
hochaufgelöste JPG

Texturen

Die Lampe

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117 high-Resolution PNG-Files
36 Megapixel Auflösung
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Lichtstrahlen

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382 Lichtstrahlen
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